Letzte Woche beim potenziellen Kunden: „Wenn wir alle unsere Spielchen lassen würden, wären wir glücklicher und als AG so viel erfolgreicher und attraktiver.“ Der Geschäftsführer hatte erkannt, welchen Schaden Einzelkämpfertum anrichtet – und wie sehr Unternehmen dagegen von einem guten Teamgeist profitieren. Er ist fest entschlossen, ein Miteinander zu schaffen – zum Wohle der Mitarbeiter und für wirtschaftliches Wachstum.

Im Sport ist die Kraft der Verbundenheit längst bekannt als Erfolgsfaktor Nummer eins. Zu welchen Spitzenleistungen eine funktionierte Mannschaft fähig sein kann, beweisen gerade unsere deutschen Handballer bei der WM in Polen. Auch das erste Hauptrundenspiel gewannen sie gestern haushoch. Einer geht für den anderen, bringt ihn in die beste Situation, so dass er Tore schießen kann. Es geht nicht darum, wer die Punkte macht, sondern dass sie gewinnen – als Team!

Die Stimmung in der Mannschaft sei „wirklich hervorragend“, sagt Co-Trainer Erik Wudtke. Und Rechtsaußen Patrick Groetzki spricht von einer „Atmosphäre, wo jeder gehört wird, wo jeder sagen kann, was ihm wichtig ist“. Miteinander statt gegeneinander. Perfektes Zusammenspiel statt missgünstiger Spielchen.

In unseren Coachingprogrammen für Führungskräfte und Mitarbeiter heißt es:
Vom Ich zum Du zum WIR. Wir zeigen den Weg zu mehr Menschlichkeit und Miteinander in der Unternehmenskultur. So werden Spiele gewonnen – auch im Business!

Jahrelang betrachtete der Unternehmer Volker Hansen die Menschen, die in seinem Betrieb tätig waren, als Mitarbeiter:innen. Als was hätte er sie auch sonst betrachten sollen, hätte er damals erstaunt gefragt. Heute kennt er den entscheidenden Unterschied: er sehe jetzt Talente. Was ist passiert? Volker hat meinen „Führerschein für Führungskräfte“ gemacht. Während dieser Monate, in denen er als Teil einer Seminargruppe seine Führungsposition unter Coaching-Begleitung ausübte, empfand er es als „unbeschreiblich, welche Energie in einem Team freigesetzt wird, wenn man sich einfach mal wieder auf den Menschen konzentriert“.

Einfach mal wieder auf den Menschen konzentrieren! Tatsächlich hat Volker – wie zahlreiche andere Führerschein-Teilnehmer – damit die Erfolgsformel für Führungskräfte erkannt. Denn Mitarbeiter:innen motiviert nichts mehr, als mit ihren Bedürfnissen und Erwartungen ernstgenommen zu werden. Haben sie dagegen das Gefühl, ihr Engagement und ihr Fachwissen werden nicht geschätzt, verlieren sie die Bereitschaft, sich anzustrengen.

Selbstwirksamkeit und Kooperation sind unsere größten Antreiber. Wir wünschen uns Gestaltungsspielraum, aber genauso Verbundenheit. Der Wunsch nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe, in der wir uns wohl und sicher fühlen, ist evolutionär tief in uns verankert. Im Sport wird sichtbar, was Führung bewirken kann, wenn sie den beiden Schlüsselfaktoren Rechnung trägt. Dann bringen nach einem Trainerwechsel Spieler:innen von einem Tag auf den anderen Höchstleistungen, weil jemand ihre Stärken erkennt, fördert und aus einem ICH ein WIR formt, das füreinander geht.

Und genau das funktioniert auch in Unternehmen: mit einem kooperativen Führungsstil, der sich durch flache Hierarchien und eine offene, wertschätzende Kommunikation auszeichnet. Lösungen werden gemeinsam im Team entwickelt – als deren Teil sich die Führungskraft versteht. So gelingt Führung und Zusammenarbeit in einer neuen Zeit. Zum Wohl aller und mit messbarem wirtschaftlichen Effekt. Mehr zum kooperativen Führungsstil…

Die genossenschaftlichen Banken treffe ich in dieser Woche in dem Schloss Montabauer! Viele verschiedene Branchen kreuzen meinen Werdegang und Woche für Woche spreche ich mit den unterschiedlichsten Berufszweigen, die sich alle die gleiche Frage stellen: Wie kann Führung in Zeiten der Veränderungen (authentisch) gelingen? Meine Antwort: people fi(ö)rst business follows!
Meine Glaubenssätze sind kurz und einfach, einleuchtend und nachvollziehbar, denn es baut folgendes aufeinander auf: 1. Erfolg hat, wer sich selbst folgt, 2. vom Ich zum Du zum Wir und 3. der Mensch steht im Vordergrund.

Mein Schulungsschwerpunkt bleibt dieser Führungsstruktur treu und spezialisiert sich hierbei im Einzelnen auf die intrinsische Motivation und dessen Einflussnahme auf die Außenwirkung. Vertrauensvoll und attraktiv auf die Mitarbeiter zu wirken, sodass die Bankenwelt sich attraktiv und geschlossen, Schulter an Schulter nach Innen und nach Außen präsentiert, ist das gemeinsame Ziel. Ich freue mich auf hochkarätige Führungskräfte aus ganz Deutschland. Akademie Deutscher Genossenschaften e.V.