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„Online-Trainings! Meine Antwort auf die Frage, wie Kursteilnehmer von einer dauerhaften Verbesserung profitieren können“
Regina Först

Autoritärer Führungsstil?

Autoritärer Führungsstil?

Der autoritäre Führungsstil
Ist der autoritäre Führungsstil nicht effektiver als die ständigen ausufernden Diskussionen? Weshalb er weniger hält, als er verspricht.

Der autoritäre Führungsstil hat ein schlechtes Image. Wer will heute noch autoritär sein? Unmittelbar danach befragt, bekennt sich kaum noch jemand dazu.

Gleichwohl ist er gelebte Praxis im Alltag zahlloser Unternehmen, und vor allem immer dann, wenn der Stresslevel hoch ist und die Zeit drängt. Was nahezu durchgängig der Fall ist. Obwohl ihn keiner richtig leiden mag, schleicht er sich immer wieder ein, denn sein Versprechen ist unwiderstehlich: Er beschleunigt die Entscheidungsfindung. Doch das hat seinen Preis.

Autoritäre Führung – bedeutet was?

Klischeehaft gezeichnet, ist eine autoritäre Führungskraft ein älterer Kerl, der seine Leute anbellt. Doch mangelnde Höflichkeit und ruppige Umgangsformen sind nicht die entscheidenden Kennzeichen. Einen autoritären Führungsstil erkennen Sie so:

Top-down-Prinzip

Die Entscheidungen fallen auf der oberen Hierarchieebene. Sie werden durchgereicht bis zu der Ebene, auf der sie ausgeführt werden. Die Führungskraft hat also einen großen Entscheidungsspielraum – anders als etwas bei kooperativem Führungsstil: Dort liegt die Entscheidung bei den Mitarbeiter*innen oder der Gruppe.

Aufgabenorientierung

In der Reinform entscheidet die Führungskraft, was bis wann von wem zu tun ist. Ein Austausch über das Warum, die Sinnhaftigkeit oder Alternativen ist nicht vorgesehen.

Hoher Output

Da sich die Mitarbeiter*innen ohne Diskussion auf ihre Aufgaben konzentrieren, ist die Leistung qualitativ und quantitativ hoch. Die Arbeitskraft wird maximal genutzt – so jedenfalls die Theorie.

Die autoritäre Führung kennt verschiedene Abwandlungen und Schattierungen. Die bekanntesten sind diese:

  • Despotismus: Die Führungskraft ordnet an und entscheidet alles allein.
  • Patriarchat: Prinzipiell entscheidet die Führungskraft allein. Allerdings ist die Überzeugung der Mitarbeiter*innen von Bedeutung. Fragen sind deshalb erlaubt. Die Grenzen zum kooperativen-partizipativen Führungsstil fließen.

Vor- und Nachteile des autoritären Führungsstils

Die wichtigsten Vorteile sind:

  • Schnelle Entscheidungsfindung
  • Eindeutige Rollenverteilung
  • Gute Aufgabenkoordination
  • Fachwissen kann optimal im Team eingesetzt werden

Zu den Nachteilen gehören:

  • Kaum bis keine Entscheidungsfreiheit für die Mitarbeiter*innen
  • Demotivation und Ärger
  • Innere Kündigung der Mitarbeiter*innen
  • Dienst nach Vorschrift oder gar Arbeitsverweigerung, daraus Verlust der wirtschaftlichen Leistung des Unternehmens
  • Ein Klima des Gegeneinanders statt Miteinanders
  • Wenig bis kein Innovationsgeschehen im Team, da die Entscheidungen von der Führungskraft getroffen werden.
  • Die junge Generation steigt gar nicht erst ein oder ganz schnell wieder aus

Kurzfristig schnell, langfristig zersetzend

Kann Führung von oben herab funktionieren? Einige Mitarbeiter*innen benötigen tatsächlich einen „Leuchtturm“ und klare Anweisungen. Klarheit ist aber nicht gleich autoritär.

Ohne Autonomie und Eigenverantwortung leidet die Motivation der Mitarbeiter*innen. Die Eigeninitiative erlahmt, da sie sich nicht lohnt und oft sogar Ärger mit sich bringt. Die Mitarbeiter*innen flüchten sich in den Dienst nach Vorschrift oder gehen in die innere Kündigung.

Die Führungskraft hingegen bekommt genau das, was sie am meisten ärgert: Ohne sie passiert nichts. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bewegen sich nur unter Druck.

Mittelmaß vorprogrammiert

In unserer vielschichtigen, veränderlichen Welt wird der einsame Entscheider zu einem Fossil: Wer sollte noch in der Lage sein, den Überblick zu behalten und alle notwendigen Einsichten und Kompetenzen auf sich zu vereinen?

Entscheidungen sollten nicht am Punkt des höchsten Rangs, sondern am Punkt der höchsten Kompetenz fallen. Und dieser wechselt, je nach Aufgabe.

Nur wenn die Fähigkeiten und Kompetenzen aller Mitarbeiter*innen einbezogen werden, wenn die PS aller auf die Straße gebracht werden, ist auch heute noch ein außerordentliches, wirtschaftliches Wachstum in den Unternehmen möglich.

Welche Fragen bewegen Sie?

Bitte beachten Sie

Der autoritäre Führungsstil hat sich überlebt, von besonderen, krisenhaften Momenten etwa in der Gefahrenabwehr einmal abgesehen.

Zwar scheint es ein Vorteil zu sein, dass Entscheidungen schnell fallen und direkt umgesetzt werden, doch schlechte Führung vernichtet auf Dauer Leistung. Die Erwartungen der Mitarbeiter*innen haben sich deutlich verschoben:

  • Die Generation Z steht für Flexibilität, Autonomie, Entwicklung und nicht für starre Vorgaben und 0 Entscheidungsgewalt. Einem autoritären Habitus verweigern sie sich ganz.
  • Auch für die übrigen Altersgruppen zeigen aktuelle Studien, dass der Wunsch nach einem angenehmen Betriebsklima und persönlicher Entfaltung im Job wichtiger denn je. Doch die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit lässt die Loyalität und die Verbundenheit der Mitarbeiter*innen sinken.

Prüfen Sie sich: Werden die Mitarbeiter*innen in Ihrem Team mit ihren Stärken und Schwächen gesehen? Fördern Sie Ihre Mitarbeitenden und fragen Sie: Wer kann etwas über die Rolle hinaus, die er jetzt einnimmt? Wer sollte die Chance bekommen, zu wachsen?

Der autoritäre Führungsstil – fast immer die schlechteste Wahl

Bei People Först halten wir viel von klaren Ansagen, wenig jedoch von einem autoritären Führungsstil. Vereinzelt gibt es Krisensituationen, in denen Vorgesetzte ein Machtwort sprechen und Entscheidungen allein fällen müssen. Doch das ist die Ausnahme. Klarheit und Autorität sind zwei verschiedene Dinge.

Wer sich für diesen Führungsstil entscheidet, so mein Tipp, sollte dazu stehen und ihn auch genauso klar auf der Webseite in den Leitlinien und Firmenwerten formulieren. Dann zieht es ganz die Mitarbeiter an, die genau diesen Stil der Führung erleben möchten. Wunderbar.

Was ich allerdings häufig erlebe ist, dass auf der Webseite eine komplett andere Wertevorstellung formuliert wird, als sie dann gelebt wird. Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass Menschen zu einem Unternehmen wechseln, weil es eine tolle Außendarstellung hat und gehen aufgrund schlechter Führung. Das kostet sagenhaft viel Geld und Energie und Image.

 

„Richtige“ und gute Führung passt sich der Aufgabe und dem jeweiligen Moment an. Das ist der Kerngedanke des „situativen Führungsstils“. Der „kooperative Führungsstil“ fördert das, was sich viele Mitarbeiter*innen wünschen: mehr Entscheidungsfreiheit und Autonomie bei der Arbeit. Er fördert eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung und stärkt die Innovationskraft des Unternehmens. Er ist unser Favorit unter den Führungsstilen.

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