Fast jede Woche installiere ich auf meinem Computer oder meinem Handy neue Updates für Programme, Apps und Browser. Ich aktualisiere meinen Kalender, relaunche meine Website, kaufe alle zwei Jahre ein neues Handy und alle zehn Jahre ein neues Auto. Runderneuerungen, Verbesserungen, technische oder elektronische Optimierungen und Anpassungen bilden einen großen Teil meines Alltags. Aber wie sieht es denn eigentlich mit Updates für die eigene Festplatte aus? Sind die Betriebssysteme unserer Psychen, unserer Seelen nicht nach ein paar Jahren, spätestens Jahrzehnten komplett veraltet?

Innere Glaubenssätze, politische Einstellung, Moralvorstellungen, Wertesysteme, Affirmationen, Meinungen, Vorurteile, Antipathien und Sympathien – müsste man die nicht eigentlich auch regelmäßig überprüfen und aktualisieren?

Ich möchte deshalb an dieser Stelle einen „Frühjahrsputz für die Seele“ ins Leben rufen und dazu auffordern, Blickrichtungen zu ändern, Überzeugungen zu hinterfragen und Glaubenssätze aufzufrischen.

Wie das geht? Ganz einfach: Machen Sie mal etwas anders! Brechen Sie Rituale, variieren Sie festgefahrene Abläufe: Stehen Sie zum Beispiel einfach mal zu einer anderen Uhrzeit auf und beobachten Sie, was das mit Ihnen macht. Plötzlich haben Sie vielleicht mehr Zeit, in Ruhe zu frühstücken, den Sonnenaufgang anzuschauen, den Hund zu streicheln, Ihren Partner/Partnerin mit Kaffee zu überraschen – oder Sport zu machen.

Laden Sie den mürrischen Nachbarn zum Tee ein und schauen Sie, was passiert. Beschäftigen Sie sich geistig mit anderen Denkrichtungen, Lebensplänen oder politischen Richtungen. Versuchen Sie es mit Empathie, statt mit Abgrenzung.

Sie werden sehen, schon kleinsten Schräubchen-Justierungen können Interessantes bewirken.

Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen und freue mich auf Ihre Rückmeldungen!

Sie müssen ja nicht gleich „wild und gefährlich“ leben, wie es die 68er so vollmundig propagierten – aber seien Sie doch öfter mal erfrischend mutig!

Herzlichst,

Ihre Regina Först