„Und am Ende der Straße steht ein Haus am See. Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg. Ich hab’ 20 Kinder, meine Frau ist schön. Alle komm’n vorbei, ich brauch’ nie rauszugehen“,

singt Peter Fox in seinem Song „Ein Haus am See“ und spricht nicht nur mir damit direkt aus dem Herzen. Visionen, Träume, Wünsche, Ziele sind der Motor jedes Lebens. Ohne sie käme es zum Stillstand. „Wunschlos glücklich“ – das ist kein Idealzustand, sondern viel eher eine Lähmung. Wer alles erreicht hat, sich alles kaufen kann und keinen Träumen mehr nachjagt, langweilt sich. Ziele halten lebendig und der Versuch, sie zu erreichen, sorgt für Spannung und Bewegung: Den Mann/die Frau erobern, für den/die wirklich das Herz schlägt, auch wenn er/sie unerreichbar scheint. Ein tollkühnes unternehmerisches Ziel anvisieren, einen gewagten beruflichen Traum verfolgen – geht nicht, gibt’s nicht, denn alles, was wir uns vorstellen können, kann auch wahr werden.

Fangen wir also bei der Vorstellung an: Wie findet man seine Wünsche und Träume heraus?

Durch intensive und vor allem sehr ehrliche Selbsterforschung und Selbsterkenntnis. Was kann ich gut? Was macht mir Spaß? Wo will ich hin? Wo sehe ich mich in zehn, zwanzig Jahren? Was wollen Sie Ihren Enkeln erzählen?

Machen Sie sich doch mal die Freude und legen Sie einfach hemmungslos los: Zeichnen Sie vor Ihrem geistigen Auge ein Bild Ihrer Zukunft, das Ihnen wirklich Spaß macht. Und zwar in den verschiedensten Lebensbereichen: Gesundheit, Finanzen, Partnerschaft, Familie.

Na? Haben Sie es? Dieses Bild sollte Ihr Ziel sein, denn zu diesem Entwurf kommt noch ein wichtiger Potenziator hinzu: Was man wirklich gerne, mit Spaß und Leidenschaft tut, darin ist man auch wirklich gut. Nur so erbringt man Spitzenleistung. Und durch Spitzenleistung erreicht man jedes Ziel. Eine wirklich freudige Vision schafft also Motivation und speist sich damit selbst.

Den Mut zu haben, sich selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von einem erwarteten,  lautet eine der Erkenntnisse aus dem aktuellen Bestseller „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ von Bronnie Ware. Die in dem Buch befragten Personen wünschen sich, sie hätten nicht so viel gearbeitet, den Mut gehabt, zu ihren Gefühlen zu stehen, mehr Kontakt zu ihren Freunden gehalten und sich insgesamt mehr Freude gegönnt. Etwas bereuen zu müssen, wenn es zu spät ist, ist bitter. Der Schluß daraus kann dementsprechend nur sein, zu sich selbst zu stehen, authentisch zu sein und seinen ganz eigenen Lebens-Entwurf zu zelebrieren, wie ungewöhnlich der auch sein mag.

„Am Ende bereut man nur, was man nicht getan hat“, sagt Frau Ella in dem gleichnamigen Film von Mathias Schweighöfer. Wir sollten also nicht sorgenvoll nach vorne schauen und mögliche Unfälle und Unwegbarkeiten befürchten, sondern Gas geben, die Fahrt genießen und dem Gesetz der Anziehung vertrauen: Was wir (wiederholt und emotional) denken, strahlen wir aus – und was wir ausstrahlen, ziehen wir an!

Texten Sie Ihr Lied und schmettern Sie es täglich mit voller Inbrunst, statt die Top Ten der Klagelieder runter zu beten. Denn nur so kann sich erfüllen, was auch Peter Fox visioniert:

„Doch irgendwann werd ich vom Glück verfolgt
Und komm’ zurück mit beiden Taschen voll Gold.
Ich lad’ die alten Vögel und Verwandten ein.
Und alle fang’n vor Freude an zu wein’n.
Wir grillen, die Mamas kochen und wir saufen Schnaps.
Und feiern eine Woche jede Nacht.

Hier bin ich gebor’n, hier werd ich begraben.
Hab taube Ohr’n, ‘nen weißen Bart und sitz im Garten.
Meine 100 Enkel spielen Cricket auf’m Rasen.
Wenn ich so daran denke, kann ich’s eigentlich kaum erwarten.“

Herzlichst,

Ihre Regina Först