Kommen Sie auch grade aus dem Urlaub und denken, dass das Leben im Süden doch irgendwie einfacher ist? Die Menschen freundlicher, das Essen besser, die Temperaturen angenehmer und das Arbeitsklima entspannter? Eben genau das, was sich hinter den Begriffen „Dolce Vita“ und „Laissez-Faire“ verbirgt?

Und überlegen Sie nun auch, was davon Sie in Ihren Alltag mitnehmen, quasi in Ihr Leben importieren können? Mir geht es jedes Mal so, wenn ich aus ein paar herrlichen Wochen am Mittelmeer, in der Toskana oder der Provence zurückkehre und deshalb habe ich darüber nachgedacht, was genau es ist, das die Lebensqualität im Süden so viel höher scheinen lässt:

  • Eine andere Gewichtung zwischen Arbeit und Spaß: Arbeit muß sein, scheint unseren Urlaubs-Gastgebern aber nie wichtiger als ihre Freizeit, ihre Freunde oder ein langes Gespräch zu sein. Workoholics und Karrieristen scheinen im Süden sehr viel seltener, als im kühlen Norden. Ein guter Anstoß, mal wieder über die eigene Gewichtung von Arbeit, Freizeit und Lebensqualität nachzudenken, wie ich finde. Geld oder Leben: Was ist Ihnen wichtiger: Ein fürstliches Gehalt, eine hohe berufliche Position – oder mehr Zeit für Sie selbst, Ihre Freunde, Ihre Beziehung, Ihre Familie. Zeit ist Geld – aber mehr Geld bedeutet oftmals nicht unbedingt auch mehr Lebensqualität. Was haben Sie vom Luxus-Loft im teuersten Stadtteil, wenn Sie erst abends um 23 Uhr von der Arbeit kommen?
  • Mehr Genuß, mehr Sinnlichkeit – die Südländer leben eine komplett andere Eß-Kultur als wir. Mal ehrlich: Wie oft haben Sie sich in letzter Zeit erwischt, in der Mittagspause hektisch ein Fast-Food-Ciabatta herunterzuschlingen, ohne zu bemerken, wie es überhaupt schmeckt? Wie oft haben Sie im Alltag Zeit für ein opulentes Mehrgänge-Menü mit Freunden und Familie, bei dem viel gelacht wird? Wie wußten schon unsere Großmütter: „Gutes Essen hält Leib und Seele zusammen“. Tatsächlich können kulinarische Highlights unsere Sinnlichkeit erhöhen, unsere Genußfähigkeit fördern – beides wichtige Faktoren, um die individuelle Lebensqualität zu erhöhen.
  • Wer italienische Opern oder Schlager kennt, begeistert sich schnell an der deren unverstellter Emotionalität. Etwas mehr authentische Gefühle – welcher Art auch immer – machen uns greifbarer und dadurch wesentlich sympathischer für unsere Mitmenschen.
  • Die Freundlichkeit des griechischen Obstverkäufers auf dem Markt, die uns noch lange im Gedächtnis bleibt. Man erntet, was man sät: Verschenken Sie Ihr Lächeln, wie ich es schon lange in meinem Verein „Lächeltag e. V.“ empfehle – und Sie werden erstaunt sein, wie viel Freundlichkeit zu Ihnen zurückkommt.

Habe ich etwas vergessen? Dann schreiben Sie mir bitte und verraten Sie mir, wie Sie die Sonne im Herzen mit in den Winter nehmen. Ich freue mich drauf!

Herzlichst,

Ihre Regina Först