Vergangenen Sonntag war es mal wieder soweit: Um Punkt 14 Uhr lachte sich die Welt kollektiv schlapp – überall, auf allen Kontinenten! In zahlreichen Großstädten bildeten sich Gruppen, um drei Minuten lang gemeinsam zu lachen, denn: An jedem ersten Sonntag im Mai findet jährlich der „Weltlachtag“ statt, der vor 16 Jahren von der Yoga-Lachbewegung initiiert wurde und ein weltweites Gefühl der Brüderlichkeit und Freundschaft zum Ziel hat.

Der Weltlachtag spricht mir direkt aus dem Herzen – habe ich doch, gemeinsam mit Familie und Freunden, vor zehn Jahren mit derselben Intention die Initiative „Lächeltag“ ins Leben gerufen.

Die Initialzündung für diese Idee liegt mittlerweile fast 20 Jahre zurück: Zu der Zeit hatte ich es grade etwas schwer und blickte im Auto im Rückspiegel plötzlich in die erschrockenen Augen meiner damals dreijährigen Tochter Katharina, die voller Liebe zu mir sagte: „Mami, guck’ doch nicht so traurig! Heute ist doch ein Lächeltag!“  Dieser Satz hat mich total umgehauen, weil er so eingängig, klar und wirkungsvoll war.

Um künftig jeden Tag mit einem Lächeln zu beginnen, schrieb ich mir den Satz mit Lippenstift auf meinen Badezimmerspiegel, ließ meinen Sohn eine Sonne dazu malen und machte dieses Kunstwerk später zum Logo des Lächeltag-Vereins, einer gemeinnützigen Initiative für Lebensfreude und gute Taten.

„Du ziehst an, was du ausstrahlst“: Wer sein Gegenüber freundlich anlächelt, der wird vermutlich ein Lächeln zurück geschenkt bekommen. Wer seine Mitmenschen grimmig anfunkelt, wird ebenso gespiegelt. Was möchten Sie lieber?

Ich habe mich fürs Lächeln entschieden, denn es tut nicht nur gut, sondern ist nachweislich auch noch gesund: Lachen wirkt entzündungshemmend, stärkt die Abwehrkräfte, senkt das Schmerzempfinden, baut Stress ab und fördert soziale Bindungen. Wenn wir lachen, gerät das Zwerchfell in Bewegung und massiert dadurch Leber, Galle und Milz. Ein herzhafter Lachanfall kann ähnliche Empfindungen auslösen wie die Einnahme von Kokain. 20 Sekunden Lachen entsprechen der Leistung von drei Minuten Rudern oder Joggen, eine Minute Lachen ist so erfrischend wie 45 Minuten Entspannungstraining.

Eindrucksvolle Zahlen und Fakten – seltsam nur, dass wir trotzdem immer weniger lachen, je älter wir werden: Kinder lachen rund 400 Mal am Tag, Erwachsene nur noch 15 Mal. Das Absurde daran: Um zu Lächeln aktivieren wir 17 Gesichts-Muskeln –  um ein grimmiges Gesicht zu machen, brauchen wir fast doppelt so viele, nämlich 43!

Was ich damit sagen will: Lachen ist weniger anstrengend, als schlechte Laune! Probieren Sie’s aus!

Herzlichst,

Ihre Regina Först

„Tränen, die man lacht, muss man nicht mehr weinen” (Eckhart von Hirschhausen)

„Lächeln ist das Kleingeld des Glücks“ (Heinz Rühmann)