Business-Menschen im Linien-Flieger sind in der Regel durch nichts zu erschüttern. Kaum hat die Maschine Flughöhe erreicht, klappen sie ihr Laptop auf und arbeiten während des Fluges konzentriert durch. Reisezeit ist Arbeitszeit – und Effizienz hat dabei oberste Priorität. Da bleibt kein Raum für einen Gruß zum Sitz-Nachbarn oder für das Wunder, gerade in einem 560 Tonnen schweren Stahl-Koloss 11 Kilometer über der Erde zu schweben.

Kürzlich, auf einem Flug nach Dresden, war allerdings alles ganz anders:  Die Maschine befand sich im Landeanflug, die Piste war vereist, der Flieger zu schnell. Die Folge: Eine heftige Notbremsung, nach der das Flugzeug ins Schleudern geriet. Und plötzlich waren alle Passagiere hellwach. Angsterfüllt wurde sich in Armlehnen und Kopfstützen gekrallt und der Nachbar nun doch mal angeschaut. Der Alltag war von einer Sekunde auf die andere nicht mehr alltäglich, und ich hatte das Gefühl, dass genau in diesem Moment einigen klar wurde, dass sie zu oft im Autopilot-Modus sind. Und zu viel zu selbstverständlich nehmen. Das Schlingern des Fliegers war ein Wach-Rüttler im wahrsten Sinne des Wortes.

Aufwachen, wach sein, wachsam bleiben – übertragen in die Business-Welt bedeutet das: Sich selbst, seine Mitmenschen und sein Umfeld wahrnehmen. Stimmungen einfangen, auf Veränderungen reagieren, Probleme ansprechen und nicht nur Dienst nach Vorschrift leisten, wie ein ferngesteuerter Roboter. Wer beruflichen Erfolg haben will, sollte seine fünf Sinne nutzen, auf Intuition und Inspiration hören. Und sich darüber klar sein, dass man jeden Tag, jeden Augenblick, jede Sekunde neu gestalten kann. Nichts muss bleiben, wie es immer war – nur weil es immer so war.

Nichts muss bleiben, wie es immer war – nur weil es immer so war. Klick um zu Tweeten

Trauen Sie sich, ungewöhnliche Ideen zu haben – und auch umzusetzen!

Trainieren Sie Eingebungen und Visionen!

Das steigert nicht nur Ihre Motivation, sondern auch die Ihrer Kollegen – und bringt dadurch das Unternehmen voran. Und ganz praktisch: Schauen Sie beim nächsten Flug einfach mal fünf Minuten vom Laptop hoch und nehmen denjenigen wahr, mit dem Sie sich ohnehin gerade die Armlehne teilen.

A propros Aufwachen – in der Bahn unterhielten sich neulich zwei Manager auf dem Nachbarsitz darüber, dass sie schlecht schlafen, nachts oft aufwachen und sich Sorgen machen. Wieso hört man eigentlich selten jemanden davon erzählen, dass er nachts vor Glück aufwacht, fragte ich mich. Wie heißt es doch so schön: „Sorgen machen – Glücklich sein“!
Das sagt doch eigentlich schon alles: Ein negatives Lebensgefühl muss man sich erarbeiten (zum Beispiel durch aktive Angst-Grübeleien) – glücklich kann man einfach „sein“.

Ein negatives Lebensgefühl muss man sich erarbeiten – glücklich kann man einfach „sein“. Klick um zu Tweeten

Im Himalaya-Königreich Bhutan steht das Recht auf Glück in der Verfassung. Das kleine Land hat den Ehrgeiz, den Weg zu einer neuen Wirtschaftsordnung zu ebnen, in der Wohlbefinden im Fokus steht. Ein tolles Ziel, wie ich finde! Besonders deshalb, weil glückliche Angestellte die  Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg sind!

In seinem kürzlich erschienenen Buch „Führen mit Hirn“ hat der zertifizierte Facilator und Führungskräftecoach Sebastian Purps-Pardigol die Erfolgsmuster diverser Firmen erforscht und dabei sieben Faktoren für zufriedenere, gesündere Mitarbeiter und wirtschaftliches Wachstum herausgearbeitet. Neueste Erkenntnisse aus Hirnforschung, Psychologie und Verhaltensökonomie spielten dabei eine große Rolle. Prämisse: Begeisterte Mitarbeiter steigern deutlich den Unternehmenserfolg! Auch ich arbeite schon lange auf Grundlage der im Buch referierten Erkenntnisse – und weise aktuell mit meinem Online-Seminar „Führerschein für Führungskräfte“ den neuen Weg.

Das Ziel dabei ist klar: GLÜCKLICH WIRD DAS NEUE „REICH“!

Glücklich wird das neue „reich“. Klick um zu Tweeten

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine glückliche, wache Woche,

Ihre Regina Först