Fast jeder kennt wohl diese Situation: Man sitzt im Zug oder der S-Bahn, Knie an Knie mit seinem Gegenüber, die Gespräche der Mitreisenden dringen einem ins Ohr – und man hört zu, ob man will oder nicht.

Bei meiner letzten Zugfahrt dieser Art, wurde rings um mich wieder einmal die Charts der Klagelieder abgesungen: Krankheiten, Partnerschaftsprobleme, Job-Schwierigkeiten – offenbar nach dem Motto „Wer Luft holt, hat verloren“, versuchten die Fahrgästen sich gegenseitig in ihren Leidensgeschichte zu übertreffen und den virtuellen Trübsals-Pokal zu ergattern.

Sie beschwerten sich, klagten, lästerten und zeterten, als ob es dafür einen Preis zu gewinnen gäbe. Dabei vermittelt das Wort „beschweren“ ja sehr deutlich, wer für das proklamierte Leiden am Ende den Preis zahlen muss – nämlich derjenige, der sich „beschwert“. Und so war es dann auch: Erschöpft und sichtbar erledigt für den Tag, der gerade erst begonnen hatte, schlurften meine Mitreisenden einer nach dem anderen aus dem Zug. Schlecht gelaunt, mit hängenden Schultern und Mundwinkeln.

„Du bist, was du ißt“, lautet ein bekanntes Sprichwort. Man könnte aber auch sagen: „Du bist, was du sagst“ – das träfe sicherlich genauso zu. Wer negative Gedanken hat, fühlt sich selber schlecht – wer positives sagt und denkt, fühlt sich dagegen meist gut. Worum es mir bei diesen Aphorismen geht, ist die Tatsache, das wir beides absolut in der Hand haben: Man kann zetern und klagen – man kann es aber auch lassen! Statt trübsinnig und deprimierend, kann eine Zugfahrt nämlich auch so aussehen:

Neulich hielt ich eine dieser beliebten Scherz-Karten in der Hand, die man immer durchsieht, wenn an am Postschalter in der Schlange steht. Auf der Postkarte unterhielt sich eine Zahnbürste mit einer Rolle Toilettenpapier: „Manchmal denke ich, ich habe den schlimmsten Job der Welt“, sagte die Zahnbürste. „Ja nee, is klar“, antwortete die Klorolle. Will sagen: Es geht immer noch schlimmer. Es geht aber umgekehrt logischerweise auch immer noch besser!

Ihre schönste Geschichte

Und genau deshalb möchte ich an dieser Stelle einen Wettbewerb für die schönste, positivste Geschichte aufrufen! Sind Sie dabei? Die facebook-Lächeltagseite bietet Ihnen jede Menge Raum, uns an Ihrem Erlebnis teilhaben zu lassen.

Die schönste Geschichte wird von mir mit einem Set Wertschätzungskarten belohnt.

Ich freue mich sehr auf Ihren Input,

herzlichst,

Ihre Regina Först