„Worte sind mächtig, drum wähle sie bedächtig“ – diese Volksweisheit ging mir gestern durch den Kopf und ich dachte darüber nach, wie Worte wirken und was sie bewirken können. Auch wenn ich mich in meinen Vorträge und Seminaren hauptsächlich auf Ausstrahlung und Authentizität konzentriere, habe ich mich in den letzten Jahren doch immer wieder intensiv mit Kommunikation und Sprache beschäftigt.

In meinen Kommunikationsseminaren wird stets deutlich, wie unachtsam wir oft mit Worten umgehen. Mit dem heutigen Blogbeitrag möchte ich Sie anregen, einmal über die Gewalt in Ihrer Sprache nachzudenken und Sie inspirieren, einmal bewusst auf ihre Worte zu achten.

Denn nur was uns bewusst ist, können wir wandeln!

Und wie immer, wenn man etwas ändern möchte, beginnt man am Besten bei sich selbst, dem einzigen Menschen, den man tatsächlich ändern kann:

Fragen Sie sich doch mal, wie Ihr Eigendialog aussieht?

Was murmeln Sie „in den Bart“, wenn es an der Kasse mal wieder nicht schnell genug geht oder die Autofahrer im Schneckentempo schleichen?

Hier einige Beispiele – vielleicht finden Sie sich ja in der einen oder anderen Redewendung wieder:

  • „Ich gehe ins Bad und mache mich fertig!“ Mit diesem Selbstvernichtungssatz kündigen viele Frauen morgens schon an, was sie den ganzen Tag über mit sich machen werden.
  • „Ich könnte ihm eine reinwürgen!“
  • „Ich mach’ dich platt!“
  • Wie aus der Pistole geschossen
  • Deadline
  • Jemanden einen Kopf kürzer machen
  • Bombenwetter
  • Mordsstimmung
  • „Ich dreh’ ihm den Hals um!“
  • Festnageln
  • Ratschlag, Vorschlag
  • Sich ein Bein ausreißen
  • Jemanden an der Ecke „rausschmeißen“
  • Sich den Arsch aufreißen
  • „Schieß’ mich tot!“
  • Etwas günstig „geschossen“ haben

Na, haben Sie sich erkannt?

Ist es nicht erschütternd, mit wie vielen negativen Gewalt- und Aggressions-Begriffen wir gedankenlos um uns werfen?

Ich möchte Sie auffordern, sich Ihre Kampfansagen bewusst zu machen! Entweder allein als Lernprozess – oder gemeinsam mit der Familie oder Ihren Kollegen.

Und ich verspreche Ihnen: Sie werden Ihren Spaß oder auch Ihren Schrecken haben!

Herzlichst,

Ihre Regina Först