Mitten drin im Wertewandel wächst die Sehnsucht nach Authentizität. Das Wort spricht sich nicht nur schwer aus, sondern bietet auch Interpretationsspielraum. Denn ganz offensichtlich verstehen einige darunter: „gib dich wie du bist“ und nutzen es als Freifahrtschein, jedem die eigene Wahrheit ungefragt und ungefiltert an den Kopf zu werfen. Und sich dann damit rühmen authentisch zu sein.

Authentisch kommt von autos, bedeutet für die stoische Philosophie das innere Heiligtum des Menschen, sein wahres Selbst, sein innerster Kern. Der Psychologe H. W. Graf schrieb hierzu:  „Authentizität ist der Zustand wahrer Echtheit eines Menschen, der  in seiner natürlichen Souveränität denkt, fühlt und handelt“. Dieses  selbstbestimmte ‚DenkFühlHandeln’ sieht einen Menschen zwar im  Kreis der unterschiedlichen Sozialitäten, er denkfühlhandelt aber  autonom, und weder lässt er sich von seinen Umfeldern manipulieren und korrumpieren, noch versucht er dies selbst.

Ich verstehe darunter „sei bewusst“. Aus meiner Sicht ist alles eine Frage von Bewusstsein. Das Wort Selbst-Bewusst-Sein sagt das doch schon in aller Deutlichkeit.

Wer sich selber kennt, seine Werte nach außen vertritt ohne gegen andere zu kämpfen, erst nach innen hört und dann nach außen agiert – ist auf gutem Weg ein authentisches Leben zu leben. Es geht darum den Kern wieder freizulegen, und seinen Platz einzunehmen.

Viele Menschen haben in der Vergangenheit den Blick auf sich selbst verlorenen. Das hat viele demotiviert, krank und bedürftig gemacht.
Jetzt erlebe ich  so ein richtiges Aufwachen und eine Kehrtwende. Manchmal muss man extrem in die eine Richtung gehen um dadurch die Sehnsucht zur anderen Seite zu spüren. Wer weiß was er nicht mehr will, weiß auch was er will.  Die Lösung liegt immer auf der anderen Seite. Seit Jahren unterstütze ich Menschen wie Unternehmen auf ihrem authentischen Weg und bin immer wieder begeistert, wie leicht und erfolgreich es  dann menschlich und wirtschaftlich seinen Weg geht.