Mit Angst bezahlt man Abenteuer, heißt es. Und auch der Dalai Lama rät, sich mindestens einmal im Jahr an einen Ort zu begeben, an dem man noch nie war. Ich habe diesen Rat etwas abgewandelt und mir vorgenommen, täglich mindestens zwei Dinge zu machen, die ich noch nie gemacht habe – einfach, um neue Erfahrungen zu machen und mal die eingelaufenen Wege zu verlassen.

Dinge machen, die ich noch nie gemacht habe – einfach, um neue Erfahrungen zu machen und mal die eingelaufenen… Klick um zu Tweeten

Warum? Weil das ungeheuer spannend, interessant und erfrischend ist. Und weil es wach und lebendig macht und die Augen öffnet.

Aber von vorne: Wenn jeder Tag gleich läuft, jede Stunde vorhersehbar ist, ist es dringend an der Zeit, kleine Haken zu schlagen, finde ich. Denn das Leben in der Komfortzone, der sicheren Alltags-Routine ist zwar gefahrlos – aber auch oft ganz schön langweilig. Was fehlt, ist, dem Leben Raum für Überraschungen, ungeplante Erlebnisse und Glücks-Momente zu geben. „Alltag ist nur durch Wunder erträglich“, wusste schon der begnadete Max Frisch, also wollte ich dem Unvorhersehbaren eine Chance geben: Drei Wochen lang wollte ich jeden Tag ganz bewusst über die rote Linie gehen und machen, was ich bis dahin noch nie gemacht hatte: Horrorfilme statt Rosamunde Pilcher schauen, in der S-Bahn laut mit mir selbst reden, Fremdem Blumen schenken, mitten in der Fußgängerzone laut singend im Kreis zu tanzen, barfuß durch die Stadt gehen, knall-ehrlich sein, mir einen Fat-Suit anziehen, seltsame Dinge beim Chinesen essen, unmöglichste Klamotten tragen, einen Bungee-Sprung wagen, eine Kletterwand erklimmen, alle umarmen, meinen Liebsten sagen, wie sehr ich sie liebe.

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Ich habe jede persönliche Komfortzone  überschritten und ganz gezielt genau das getan, was mir peinlich war. Es war hart – aber wunderbar! Denn es ist absolut erstaunlich, was passiert, wenn man das Kontrollzentrum verlässt, den inneren Navi ausschaltet und „planlos“ durchs den Tag läuft.

„Lebe lieber ungewöhnlich“, ist der Titel eines meiner Lieblingsfilme. Und nachweislich ist es so, dass viele Menschen am Ende ihres Lebens bereuen, was sie nicht getan haben, wofür sie nicht den Mut hatten.

Viele Menschen bereuen am Ende ihres Lebens , was sie nicht getan haben. Klick um zu Tweeten

Doch Mut kann man trainieren, wie einen Muskel! Ich habe mich täglich aufs imaginäre 3-Meter-Brett gezwungen – und bin gesprungen. Und: Es war herrlich! Ich habe jede Menge erstaunlichster Erfahrungen gemacht und ganz neues Vertrauen ins Leben gewonnen. Allem voran die Erkenntnis: Schmeiß’ dich ruhig in die Wellen – wenn du dich vertrauensvoll treiben lässt, wirst du getragen! Will sagen: Das Glück ist mit dem Mutigen! Wer wagt, gewinnt!

Wir sollten in diesem Leben viel frecher und Abenteuerlustig sein, als wir jemals gedacht haben, denn nur so sind wir maximal im Hier und Jetzt und leben wirklich im Augenblick. Nutzen Sie die Chance, durch selbst gestellte „Mutproben“ das zweite Mal am Tag wach zu werden!

Es lohnt sich!

Versprochen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für diese Woche ein Maximum an Lebendigkeit,

Ihre Regina Först